Ein kurzer Abriss unserer Geschichte
Vor 1241
Besiedlung des Naabbeckens ab ca. 1000 n. Chr. Die Keckenburg, ein Burgstall bei Rothenstadt, war das vermutlich älteste Bauwerk im heutigen Weidener Stadtgebiet.

1241
Erstnennung der Stadt in einer Urkunde König Konrads IV. vom 16. Juli 1241 als “apud Weiden”. Überliefert in einer Abschrift des Klosters Speinshart.
1341
Die Pfarrkirche St. Michael in Weiden wird erstmals genannt.
1421
Bildung des Gemeinschaftsamtes Parkstein-Weiden durch die Landesherren Friedrich I. von Brandenburg und Pfalzgraf Johann von Neumarkt.

1428
9.000 Mann des königlichen Heeres lagern wegen der Hussitengefahr in Weiden. Vom Kriegsmaterial sind große Geschützkugeln aus Domolitgestein erhalten.

1510
Kurfürst Ludwig V. von Kurpfalz erweitert das Stadtwappen mit dem Weidenbaum durch einen “freien Löwen” und “weiße und blaue Wecken”.
1536
Großer Stadtbrand am 11. August. Die durch Handel mit Eisen, Hopfen und Malz reich gewordene Stadt brennt bis auf sieben Häuser nieder.
1540
Mitten im Weideraufbau wird die Kirchenseite der Stadt erneut ein Raub der Flammen.
1618
Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Ab 1627 Beginn der Gegenreformation, mehrmaliger Glaubenswechsel.
1634
Die Stadt wird von schwedischen Truppen eingenommen und geplündert. Die Vorstadt und das Bürgerspital werden eingerissen. In der Stadt sterben 1.800 Personen an der Perst. 1635 wird Weiden erneut geplündert - druch kurbayerische Truppen.
1663
Einführung des Simultaneums: Im politischen Bereich gültig bis 1818, im kirchlichen Bereich bis 1900.
1796
Einmarsch französischer Truppen in Weiden nach langen österreichischen Einquartierungen. Im 1. Koalitionskrieg hat die Oberpfalz 2.161.000 Gulden Kriegsschaden.
1809
Im Frühjahr Einquartierung französischer Soldaten, danach - während des Fünften Koalitionskrieges - im April und Mai Durchzug österreichischer Truppen und eines 20.000 Mann starken sächsischen Armeekorps, die der Stadt große Unkosten bringen.

1863
Weiden hat 3.059 Einwohner. Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz beginnt der Aufstieg zu einer modernen Industriestadt.

Ab 1881
Gründung der Industriebetriebe:
1881 Porzellanfrabrik Gebr. Bauscher
1891 Glasfabrik
1895 Eisenbahnausbesserungswerk
1910 Porzellanfabrik Christian Seltmann
1913 Versandhaus Witt (von Reuth nach Weiden)

1945
Am 22. April wird die Stadt den Amerikanern unter General S. Patton übergeben. Bei Kriegsende leben in Weiden 38.941 Einwohner, davon 12.000 Vertriebene und Flüchtlinge.